Sunshine Live – Eine Analyse der Hörerzahlen

10. März 2013

In dieser Woche war es mal wieder soweit. Zeugnisausgabe für die Radiosender durch die AG.MA
Für Sunshine Live war es eine Ausweisung mit Licht und Schatten. Aber das ist es ja bereits seit Jahren.
Letzten Juli sah ich in meiner Analyse Sunshine Live am Scheideweg. Im Prinzip sehe ich den Sender auch heute noch. Wenn auch mit anderen Vorzeichen bzw. Zeichen.

Fakt ist auf jeden Fall: Der beste Wert seit Senderbestehen (100tausend) wurde noch leicht nach oben geschobe. Jetzt 102tausend. – Jeweils Montag bis Freitag
Spannend ist aber der Blick auf die aufgeschlüsselten Zahlen.

Eine kleine Vorbemerkung noch: Im Gegensatz zu den Radiosendern analysiere ich gerne mit dem “Jahresvergleich” (Also in diesem Fall MA 2013/I mit 2012/I), da hier identische Umfragewellen aufeinandertreffen. – Vergleiche ich mit dem Update vom Juli – also MA 2012/II – gebe ich dies explizit an.

Montag bis Freitag – Licht und Schatten

Das Wochenprogramm hat im letzten Jahr mit der Zusammenlegung von Checkpoint und Overdrive zu einer durchgängigen Tagesschiene tiefgreifende Veränderungen erfahren. Daher ist hier ein genauerer Blick auf die Zahlen durchaus angebracht.

Vergleicht man die Hörerzahlen aus dem getrennten Programm (2012) mit den aktuellen Zahlen und dem zusammengefassten Programm (2013) gibt sich ein gutes Bild.
Mit Ausnahme der Stunden von 12 bis 14 Uhr gibt es in der gesamten “Tagesschiene” von 10-16 Uhr Hörerzuwäche auf ganzer Linie.
Die Stunde von 15 bis 16 Uhr kann ebenso wie die letzte Morningclub-Stunde von 9 bis 10 Uhr im Jahrsvergleich sogar eine Hörerverdopplung von 54tausend auf 109tausend bzw. 53tausend auf 113tausend vermelden.

Hier wird also derzeit mehr als nur der Grundstein für die guten Durchschnitszahlen (6 bis 18 Uhr) gelegt.

Vergleicht man hier jedoch nur die letzten beiden Ausweisungen (also die Einbeziehung der letzten Umfragewelle mit der Zusammenstreichung des Tagesprogramms) ergibt sich ein anderes Bild.
Hier verliert das “neue” Tagesprogramm in der Zeit von 10 bis 16 Uhr mit Ausnahme der Stunden von 11 bis 12 sowie 15 bis 16 deutlich mit durchschnittlich knapp 15tausend Hörern pro Stunde. Hier dürfe es im Juli und der Updateausweisung sehr spannend werden.

Paddy und der Morningclub legt im Jahresvergleich mit Ausnahme der 1. Stunde von 6 bis 7 Uhr deutlich an Hörern zu. Einzig der Start kämpft mit 12% Hörerverlust.

In den Mixsendungen (ab 16 Uhr) gibt es ein unterschiedliches Bild.

DJAW steigert zwischen 16 und 17 Uhr sowie zwischen 18 und 19 Uhr die Hörer deutlich, gibt aber zwischen 17 und 18 Uhr ebenso deutlich Hörer ab. Insgesamt ergibt sich jetzt jedoch im Verlauf mit 124tausend – 104tausend – 103tausend ein homogeneres Hörerbild ohne große Ausreißer.

Alles andere ab 19 Uhr ist in der Summe ein Trauerspiel. Hier wäre eine Tagesausweisung sicherlich aufschlussreicher. In der Gesamtheit jedoch unterirdisch. Reichweitenverluste von durch die Bank weg rund 1/3 ; 23 bis 24 Uhr sogar mehr als halbiert (hier aber durch den Zeitverzug wegen des Berlinexperimentes) mit Ausnahme des Mittwochs durchgängig Overnight.

Samstag – Classics oder nicht Classics?

Seit inzwischen fast zehn Jahren gibt es am Samstag Morgen die Classics. Inwieweit hier evtl. nach 10 Jahren eine Neuausrichtung nötig oder zumindest überlegenswert sein sollte, stellt sich wahrscheinlich im Sommer die Frage.
Derzeit kann ich mir dieses uneinheitliche Stundenbild nur mit irgendwelchen Umfrageproblemen in der letzten MA-Welle erklären. Entweder dies fängt sich im Sommer ein, oder es bewahrheitet sich doch.

Doch was erzähle ich dort eigentlich gerade. Relativ einfach.

9-10 Uhr -20% Hörer
10-11 Uhr -51% Hörer
11-12 Uhr -77% Hörer
12-13 Uhr -49% Hörer

Aber auch “ehemals High Noon” sieht am Anfang nicht besser aus.
13-14 Uhr -62% Hörer (stark Speedgaming geschädigt)
14-15 Uhr -51% Hörer

Nach 16 Uhr fängt sich jedoch das Programm wieder. Im Jahresvergleich ist es im Rahmen der Messtoleranzen sogar als stabil zu betrachten.
Einzig der große Sprung zwischen 14 bis 15 Uhr (33tausend) und 15 bis 16 Uhr (91tausend) ist mit gesundem Menschenverstand uns jahrelanger Erfahrung in MA einfach nicht nachvollziehbar. Wir reden hier von einer spontanen verdreifachung der Einschaltqouten mitten in einer Sendung (egall in welchem Jahr)

Auf der anderen Seite bleibt der Samstag Abend noch festzuhalten. Hier ist sowohl im Jahrsvergleich als auch im Halbjahresvergleich festzuhalten, dass die musikalische Überprüfung und Neugestaltung des Samstag Abends (Houserotation auf Warm-Up) scheinbar etwas gebracht hat – auch ohne Neubesetzung der Sendung.

Von durchschnittlichen 26tausend Hörern zwischen 19 und 24 Uhr ging es rapide nach oben. Jetzt 83tausend.

Sonntag – Konstant schwach

Der Sonntag hat vor einem halben Jahr sprichwörtlich “geblutet” und ist vollständig abgekracht.
Vergleich:
2012/I – 65tausend Hörer durchschnittlich zwischen 6 und 18 Uhr
2012/II – 34tausend Hörer durchschnittlich zwischen 6 und 18 Uhr

Für die MA 2013/I bleibt in der Summe festzuhalten … es hat sich nichts verändert.
Einzig die Hörerschaft Mantin Eyerers hat sich von 30tausend auf 66tausend vermehrt. Hier ist sogar im Jahresvergleich festzuhalten, dass dies neben der ersten Stunde “Eternity” die einzigen Stunden mit Hörerzuwächsen darstellen und das im Vergleich zu Eternity auch noch so, dass hier selbst 2012 mehr Menschen Kling Klong gehöer haben als heute das gesamte Eternity.

Herzlichen Glückwunsch Martin Eyerer und Hallo Jürgen – evtl. solltest du mal mit Martin über eine Stundenerhöhung dich unterhalten.

Ein Wort noch zu DAB+

Eine genauere Analyse hier ist angesichts der Kabel- und Sat-Hörer im Rahmen der MA nicht möglich. Gehen wir aber mal von den Empfangsmöglichkeiten des Bundesmuxxes aus können wir wertfrei notieren:
Schleswig-Holstein +1tausend
Hamburg +2tausend
Niedersachsen unverändert
Bremen unverändert
Hessen -4tausend
Saarland unverändert
Bayern +6tausend
NRW +11tausend
Berlin -1tausend
Brandenburg unverändert
MV +1tausend
Sachsen +2tausend
Thüringen +2tausend
Sachsen-Anhalt unverändert

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz habe ich aufgrund der Überschneidungen mit dem Lokalsendegebiet herausgelassen.
Für das lokale Sunshine Live bleibt festzuhalten: Lokaler Anteil ausgebaut – Über den Inhalt kann ich nicht allzuviel sagen (höre nur die Platzhalter) – Hörerzahlen Stabil

Alle Zahlen in diesem Abschnitt ausschließlich Montag bis Freitag.

7 comments

  1. Gibt es eigentlich Vergleichszahlen von Sendern mit ähnlicher Hörerschaft/Zielgruppe? Ich kann mir z.B. gut vorstellen, dass die Classics einfach unter ihrer frühen Sendezeit leiden. Ich kenne jedenfalls einige, für die die Classics das wichtigste am ganzen Sender sind. Wobei die zwar treue aber letztlich doch recht kleine Hörerschaft ja damals schon Flashlight zum Verhängnis geworden ist.

  2. Also Speedgaming ist für mich der Grund, das Radio abzustellen.

    Die Classics sind klasse!! Die 3 Moderatoren machen jede Sendung zum musikalischen Geschichtsstunde. Zu fast jedem Track eine kleine Anekdote, einfach klasse. Mir sind die Classics aber auch zu früh am Start, aber ich nehme sie mit dem HDD Reciever auf und höre sie mir dann meist um 2-3h zeitversetzt an, denn zu einem guten Samstag Morgen gehört das dazu!

    Was ich richtig klasse finde,ist, dass die Sendezeit wieder auf 4h erhöht wurde! Drei Stunden vergehen wie im Fluge.

    Auch eine geniale Sache ist der neue Webplayer, für jede Stimmung was dabei und wenn an sieht, dass auf dem anderen Stream grade ein geiler Track läuft, kann man einfach wechseln. Einig die Werbung nervt, vielleicht kann man das so einrichten, dass sie wenigstens bei einem Reconnect nicht abgespielt wird ? Ja ich weiss, das kostet alles Geld und die Werbung finanziert es, aber eine Überlegung wäre es doch mal wert, oder ?

    Die Hardstyleschiene ist auch noch ausbaufähig, die eine Stunde Pressurehead in der Woche verpasse ich meistens.

    In diesem Sinne, viel Spass bei der Arbeit euch und viel Spaß den Hörern beim zuhören.

    Gruß Tschippi

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